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Ford Fiesta

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Ford Fiesta
Hersteller: Ford
Produktionszeitraum: seit 1976
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Schrägheck, drei-/fünftürig
Kastenwagen, dreitürig
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Ford Fiesta ist ein Pkw-Modell des Automobilherstellers Ford. Der Kleinwagen wird seit 1976 gebaut und ist seit Oktober 2008 in der siebten Modellgeneration erhältlich. Die Nummerierung schließt jedoch kleinere und größere Facelifts mit ein. Im Einzelnen gab es folgende Generationen:

Inhaltsverzeichnis

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Fiesta von Mai 1976 bis Februar 1989 (MK1/2) [Bearbeiten]

Fiesta ’76 (Mai 1976 bis August 1981, MK1) [Bearbeiten]

Erste Generation
Ford Fiesta (early days) Garmisch-Partenkirchen.jpg

Ford Fiesta ’76 (1976–1981)

Produktionszeitraum: 1976–1983
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,6 Liter
(29–62 kW)
Länge: 3565 mm
Breite: 1567 mm
Höhe: 1360 mm
Radstand: 2286 mm
Leergewicht: 730–775 kg

Da die Verantwortlichen bei Ford Ende der 1960er-Jahre eine Lücke in der bestehenden Modellpalette sahen, begannen sie mit der Entwicklung eines modernen Kleinwagens unter dem Projektnamen Bobcat. Bis zur Markteinführung 1976 verschlang diese Entwicklung die für damalige Verhältnisse extrem hohe Summe von 112 Millionen DM.[1] Der Fiesta wurde als Dreitürer und Kleinlieferwagen angeboten. Die verschiedenen Varianten waren mit 1,0-, 1,1-, 1,3- und 1,6-Liter-Benzinmotoren erhältlich. Als Vorläufer zum späteren XR 2 mit 1,6 Litern und 62 kW, gilt der Fiesta Super S mit wahlweise 1,1- oder 1,3-Liter-Motor. Er nahm auch das Design der Seitenstreifen vorweg (Baujahre 1980 bis 1981). Aus der Motorsportabteilung gab es überdies noch im gleichen Zeitraum den Fiesta X mit 1,1-Liter-Motor und 51,5 kW; Basis war der Fiesta Ghia. Auch er besaß die spätere Karosseriezeichnung des XR2, nur ohne Seitendekor. Als Motor in den Basismodellen wurde der OHV-Motor eingesetzt, ein Vierzylindermotor mit Zweiventiltechnik und Vergaser.

Fiesta ’82 (August 1981 bis August 1983, MK1 ’82) [Bearbeiten]

Mit der Überarbeitung des Modelljahres 1982 erfuhr der Fiesta zahlreiche Veränderungen. Auf den ersten Blick fallen die neuen, größeren Stoßfänger mit Kunststoffecken ins Auge.


Fiesta ’84 (August 1983 bis Februar 1989, MK2) [Bearbeiten]

Zweite Generation (Typ FBD)
Ford Fiesta front 20070920.jpg

Ford Fiesta ’84 (1983–1989)

Produktionszeitraum: 1983–1989
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,6 Liter
(33–71 kW)
Dieselmotoren:
1,6 Liter
(40 kW)
Länge: 3648−3712 mm
Breite: 1585−1620 mm
Höhe: 1360 mm
Radstand: 2292 mm
Leergewicht: 750−840 kg
Heckansicht des Fiesta ’84

Auch der Fiesta ’84 war im Grunde ein weiteres Facelift, jedoch mit einer neu gestalteten Front und einer vom bisherigen Design abweichenden Innenausstattung.

1985 rollte der erste Fiesta mit einem Dieselmotor vom Band. Dieser war mit einem 1,6-Liter Motor ausgestattet, der 40 kW (54 PS) leistete. Die Sportversion hieß weiterhin XR2 und leistete jetzt 71 kW (97 PS). Wegen des etwas breiteren Vorderwagens war es auch möglich geworden, ein Fünfganggetriebe unterzubringen und anzubieten. Im Werk Köln wurden einige Cabrio-Modelle gefertigt, hauptsächlich für den angelsächsischen Markt. Diese Modellvariante gilt heute als selten.

Neu war ein ab 1986 lieferbarer 1,4-Liter-Motor mit 54 kW (73 PS) und im Jahr darauf die in der Klasse damals ungewöhnliche stufenlose CTX-Getriebeautomatik.

Ford Fiesta ’84 XR2

Fiesta von Februar 1989 bis November 2001 (MK3/4/5) [Bearbeiten]

Fiesta ’89 (Februar 1989 bis Juli 1996, MK3) [Bearbeiten]

Dritte Generation (Typ GFJ)
Ford Fiesta MK3 front 20070926.jpg

Ford Fiesta ’89 (1989–1994)

Produktionszeitraum: 1989–1996
Motoren: Ottomotoren:
1,1–1,8 Liter
(37–96 kW)
Dieselmotoren:
1,8 Liter
(44–57 kW)
Länge: 3743−3801 mm
Breite: 1610–1630 mm
Höhe: 1325 mm
Radstand: 2446 mm
Leergewicht: 825−995 kg
Heckansicht des Fiesta ’89
Ford Fiesta RS Turbo (1991)
Armaturenbrett des Fiesta

Der Fiesta ’89 (Typ: GFJ) war eine völlige Neuentwicklung und der erste Fiesta, der auch mit fünf Türen erhältlich war.

Der stärkste serienmäßig verbaute Motor (in Deutschland) wurde nur von 1992 bis 1993 in der sportlichen Modellvariante XR2i 16V angeboten: ein 1,8-Liter-Zetec-Benziner mit 16 Ventilen und 96 kW. Der XR2i war auch äußerlich durch Seitenschweller und andere Stoßstangen sportlicher ausgelegt als das Serienmodell. Von Dezember 1989 bis Juli 1996 wurde in England und in einigen anderen Ländern (hauptsächlich Benelux und Frankreich) der Fiesta RS Turbo mit einem 1,6-Liter-Turbomotor mit 98 kW angeboten. Es wurden 4307 Stück (inklusive Rechtslenker) dieses Modells gebaut. Die Frontstoßstange ist gegenüber der vom XR2i leicht verändert, sie hat keinen Kühlergrill, um den Luftfluss zu verbessern und einen Ausschnitt für den Kühlerlüfter. Das Fahrzeug hat grüne statt blaue Zierstreifen, ein verstärktes Fahrwerk und eine Tachoanzeige bis 240 km/h statt 220 km/h. Anders dagegen war der von 1992 bis 1994 gebaute Fiesta „S“ optisch kaum verändert, aber ebenfalls mit einem 1,8-Liter-16V-Motor und 77 kW ausgestattet.

1994 wurde das Modell mit einem Facelift und der Überarbeitung optischer (äußerlich die Seitenspiegel und Seitenblinker) sowie technischer und sicherheitsrelevanter (Fahrer-/Beifahrer-Airbag, Seitenaufprallschutz, Gurtstopper) Details aufgewertet. Nach dem Produktionsstart des Nachfolgemodells Fiesta ’96 (Typ: JAS/JBS) im August 1995 wurde der Fiesta ’89 noch bis Mitte 1996 als „Fiesta Classic“ angeboten. Diese Modelle kamen ausschließlich aus dem spanischen Ford-Werk Almussafes bei Valencia und waren bis zur Einführung des Ford Ka als preisgünstiges Einstiegsmodell unterhalb des Fiesta ’96 positioniert.

Erwähnenswert sind zwei Studien: der viertürige Fiesta Urba und der Fiesta Bebop, eine Pickup-Version. Der Urba war als Stadtauto konzipiert und hatte auf der Beifahrerseite zwei Türen, auf der Fahrerseite nur eine. Die auffallende gelbe Lackierung sollte dafür sorgen, dass das Fahrzeug besser gesehen wird. Damals schon vorhanden: elektronische Einparkhilfe, integrierter Garagentoröffner und ein Minikühlschrank.

Auf der Fiesta-Basis wurde ebenfalls der Lieferwagen Courier als Lastkraftwagen oder als Personenkraftwagen mit hinterer Sitzbank angeboten.

Motorenübersicht (Deutschland)
Benziner
  • 1,1 l HCS-Motor, OHV, 37 kW (50 PS), 83 Nm
  • 1,1 l HCS-Motor, OHV, 40 kW (54 PS), 86 Nm (Vergaserausführung, Baujahr 1989–1990)
  • 1,3 l HCS-Motor, OHV, 44 kW (60 PS), 101 Nm
  • 1,4 l CVH-Motor*, OHC, 52 kW (71 PS), 103 Nm (nur bis 1994)
  • 1,4 l CVH-Motor*, OHC, 54 kW (73 PS), 108 Nm (technisch überarbeitet mit MPI und neuer Bezeichnung: PTE)
  • 1,4 l CVH-Motor*, OHC, 54 kW (73 PS), 106 Nm (Vergaserausführung, nur Baujahr 1989)
  • 1,6 l CVH-Motor*, OHC, 65 kW (88 PS), 130 Nm (nur bis 1994)
  • 1,6 l CVH-Motor*, OHC, 76 kW (103 PS), 135 Nm (XR2i 8V, nur bis 1993)
  • 1,6 l Turbo CVH-Motor*, OHC, 98 kW (133 PS), 183 Nm (nur bis 1994) (nur in England, Frankreich und Benelux)
  • 1,6 l Zetec 16V, DOHC, 65 kW (88 PS), 130 Nm (gleicher Motor im Escort mit 90 PS, ab 1994)
  • 1,8 l Zetec 16V, DOHC, 77 kW (105 PS), 153 Nm (S-Version bis 1994)
  • 1,8 l Zetec 16V, DOHC, 96 kW (130 PS), 162 Nm (XR2i 16V-Version, nur bis 1994)

* CVH = Compound, Valve Angle, Hemispherical Chamber / V-förmig geneigte Ventile, die in halbkugelförmige Brennkammern ragen mit obenliegender Nockenwelle * HCS = High Compression Swirl / Hochverdichtet und stark verwirbelte Frischgase

Diesel
  • 1,8 l OHC-Motor, 44 kW (60 PS), 110 Nm
  • 1,8 l OHC-Motor mit Turbolader, 57 kW (77 PS), 133 Nm (nicht in Deutschland)

Fiesta ’96 (November 1995 bis September 1999, MK4) [Bearbeiten]

Vierte Generation (Typ JAS/JBS)
Ford Fiesta IV 20090614 front.JPG

Ford Fiesta ’96 (1995–1999)

Produktionszeitraum: 1995–1999
Motoren: Ottomotoren:
1,25–1,4 Liter
(37–66 kW)
Dieselmotoren:
1,8 Liter
(44 kW)
Länge: 3828 mm
Breite: 1634 mm
Höhe: 1334 mm
Radstand: 2445 mm
Leergewicht: 1005–1051 kg

Der Fiesta ’96 war ein äußerst umfangreiches Facelift des Fiesta ’89. Obwohl er weitgehend auf der Plattform des Vorgängermodells basierte, sprach Ford von einem neuen Modell. Die Modellbezeichnung für den Dreitürer lautete JBS, die für den Fünftürer JAS. Das Motorenangebot umfasste Diesel- und Benzinvarianten: Basismotor war der aus dem Vorgängermodell stammende 1,3-Liter-Benzinmotor mit 37 kW und 44 kW und elektronischer Einspritzung, der als „Kent"-Motor (mit Vergaser) erstmals 1959 im Ford Anglia verwendet wurde. Die beiden Varianten waren bis auf die Drosselklappe identisch, weshalb diese häufig als Tuningmaßnahme ausgetauscht wurde. Neu im Fiesta waren das 1,25-Liter-16V-Zetec-Motor mit 55 kW und ein 1,4-Liter-16V-Aggregat mit 66 kW. Beide bestanden aus leichten Materialien wie Aluminium (Kurbelgehäuse und Zylinderkopf) und Magnesium (Ventildeckel). Der einzige Dieselmotor war der bereits beim Escort und Mondeo verwendete schwere Graugussblock mit 1,8 Litern Hubraum. Er leistete im Fiesta ohne Turbolader nur 44 kW. Auch eine Reihe von Ausstattungslinien und Sondermodellen wurde über die Jahre angeboten, so Focus, Flair, Fun, Ghia, GT, Style, Style Cool, Style Family und viele weitere.

Wie beim Vorgänger wurde der Fiesta bis zum Bauende als Courier mit Lastkraftwagen- und Personenkraftwagen-Zulassung angeboten. In Brasilien wurde er zusätzlich als Pickup verkauft. Die dritte Generation des Mazda 121 war ein in den Ford-Werken Köln gebauter Fiesta ’96 mit einigen Mazda-spezifischen Modifikationen.

Motorenübersicht
Benziner
  • 1.3 i, 37 kW (50 PS)
  • 1.3 i, 44 kW (60 PS)
  • 1.25 i 16V, 55 kW (75 PS)
  • 1.4 i 16V, 66 kW (90 PS)
Diesel
  • 1.8 D, 44 kW (60 PS)


Fiesta ’99 (September 1999 bis November 2001, MK5) [Bearbeiten]

Fünfte Generation (Typ JAS/JBS)
Ford Fiesta MK5 front 20090227.jpg

Ford Fiesta ’99 Fünftürer (1999–2001)

Produktionszeitraum: 1999–2001
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,6 Liter
(37–76 kW)
Dieselmotoren:
1,8 Liter
(44−55 kW)
Länge: 3833 mm
Breite: 1634 mm
Höhe: 1334 mm
Radstand: 2446 mm
Leergewicht: 930−1015 kg

Der Fiesta ’99 erhielt unter anderem eine neu gestaltete Frontpartie und neue Stoßfänger vorn und hinten und löste damit die ovale Front des ursprünglichen Fiesta ’96 ab. Außerdem gab es ab jetzt die 3. Bremsleuchte serienmäßig. Der Fiesta war von jetzt an mit 14 Zoll-Rädern, innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn und Seitenairbags ausgestattet. Die Motorvarianten wurden um den nun mittels Turbolader und Direkteinspritzung erstarkten 1,8-Liter-Diesel erweitert, der 1,4-Liter-Motor wurde nicht länger angeboten. Neben den „kleineren Versionen“ gab es kurz vor Bauende ab Baujahr 2000 noch die Sportversion mit einem 1,6-Liter-Benzinmotor und 76 kW, 15 Zoll-Leichtmetallfelgen, Schwellerpaket, Gittergrill, runden Nebelscheinwerfern, Sonderfarbe Racingblue und spezieller Innenausstattung. Die Modellbezeichnungen des Vorgängers blieben für den Fiesta ’99 erhalten, JBS beim Dreitürer und JAS für den Fünftürer.

In Indien, Mexiko, Südafrika und China wurde 2000 bis 2007 eine Stufenheckvariante des Ford Fiesta ’99 unter dem Namen Ford Ikon gefertigt.

2001 bis 2002 wurde der Fiesta ’99, wie bereits sein Vorgängermodell, mit einigen kleineren Modifikationen auch als Mazda 121 produziert.

Motorenübersicht
Benziner
  • 1,3 l, 37 kW (50 PS)
  • 1,3 l, 44 kW (60 PS)
  • 1,25 l 16V, 55 kW (75 PS)
  • 1,4 l 16V, 66 kW (90 PS)
  • 1,6 l 16V, 76 kW (103 PS)
Diesel
  • 1,8 l Diesel, 44 kW (60 PS)
  • 1,8 l Turbo-Diesel, 55 kW (75 PS)

 

Fiesta von November 2001 bis September 2008 (MK6) [Bearbeiten]

Fiesta ’02 (November 2001 bis Oktober 2005, MK6) [Bearbeiten]

Sechste Generation (Typ JH1/JD3)
Ford Fiesta MK6 front 20070926.jpg

Ford Fiesta ’02 (2001–2005)

Produktionszeitraum: 2001–2008
Motoren: Ottomotoren:
1,3–2,0 Liter
(44–110 kW)
Dieselmotoren:
1,4–1,6 Liter
(50−66 kW)
Länge: 3917−3924 mm
Breite: 1685 mm
Höhe: 1429−1468 mm
Radstand: 2486 mm
Leergewicht: 1101−1155 kg
Heckansicht des Fiesta ’02
Sterne im Euro NCAP-Crashtest[2] Crashtest-Stern 4.svg

Dieser Fiesta basierte auf einer komplett neuen Plattform, im Vergleich zu den bisherigen Modellen wuchs er deutlich in Länge und Breite. Der Wagen wurde Ende 2001 in den Ausstattungsvarianten Basis, Ambiente, Trend, Sport und Ghia angeboten, des Weiteren gab es viele Sondermodelle wie 1st-Edition, Viva, Viva X, Futura, Blues, Finesse 100 und We will Rock you. Alle Fahrzeuge sind mit Gurtstraffer, Seitenaufprallschutz, Antiblockiersystem (ABS), elektronischer Bremskraftverteilung und vier Airbags ausgestattet; gegen Aufpreis auch mit Kopf-Schulterairbags. Auch der 2002 vorgestellte Minivan Ford Fusion basiert auf dem fünftürigen Fiesta MK6.

Die Motorisierung der benzinbetriebenen Ford Fiesta begann mit dem 1,3-Liter-Duratec-Motor mit 44 kW und endete mit dem im Frühjahr 2005 in Deutschland eingeführten 2,0-Liter-Duratec-ST mit 110 kW. Weiterhin gab es zwei Duratorq-TDCi-Turbodieselmodelle, wahlweise mit 1,4 Litern Hubraum und 50 kW oder als 1,6-Liter-Motor mit 66 kW. Beide Dieselmotoren wurden in Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern entwickelt.

Die 1,3-Liter-Benzinmotoren und der 1,4-Liter-Dieselmotor waren in Acht-Ventil-Technik, alle weiteren Motoren in 16-Ventil-Technik ausgeführt. Für die beiden 1,4-Liter-Motoren (Benziner und Diesel) war auch das automatisierte Fünf-Gang-Schaltgetriebe Durashift-EST erhältlich, das automatisches oder manuelles Schalten ohne Kupplungsbetätigung erlaubte. Der 1,6-Liter-Benzinmotor konnte statt des Fünf-Gang-Schaltgetriebes auch mit einer Vier-Gang-Vollautomatik bestellt werden. Ein ESP mit Antriebsschlupfregelung (ASR) und Bremsassistent war anfangs nur mit bestimmten Motorisierungen und immer nur ohne Durashift/Automatik erhältlich.

Die Fiesta erreichten die Abgasnorm Euro 4. Der 1,4-Liter-Dieselmotor mit Schaltgetriebe und ESP bzw. mit Durashift-EST (ESP hier nicht möglich) hatte nur die Einstufung Euro 3. Die bislang auf dem Fiesta basierende Lieferwagenvariante „Courier“ wurde durch den Transit Connect (Kastenwagen) und den Tourneo Connect (Kombi) ersetzt.

Fiesta ’06 (Oktober 2005 bis September 2008, MK6 Facelift) [Bearbeiten]

Die Änderungen durch das Facelift beinhalteten unter anderem neu gestaltete Stoßstangen vorne und hinten, andere Scheinwerfer und einen hochwertiger anmutenden Innenraum mit eingelegten Hartgummi-Partien in unterschiedlich wählbaren Farben. Vier neue Metallic-Lackierungen („Exotic-Gelb“, „Manzana-Grün“, „Tango“ und „Viola“) sollten Käufer locken. Weitere Neuheiten waren ein AUX-Eingang zum Anschluss eines MP3-Players, Bluetooth-/Voice-Control-Funktionen, Licht- und Scheibenwischerautomatik, Bordcomputer, eine automatische Klimaanlage und anklappbare Außenspiegel, die erhältlichen Motorvarianten wurden nicht verändert. Das Facelift-Modell war ab dem 12. November 2005 in den Ausstattungsvarianten Ambiente, Trend, Sport und Ghia erhältlich. Zusätzlich gab es noch die Editionsmodelle Fun und Connection sowie die Sportvariante ST und einige Sondermodelle wie zum Beispiel die Magic-Modelle in Schwarz-, Silber- und Weiß-Ausführung. Ab Ende 2007 gab es ein Nutzfahrzeug auf Basis des Fiesta, den Ford Fiesta VAN.


Fiesta ’09 (seit Oktober 2008, MK7) [Bearbeiten]

Siebte Generation (Typ JA8)
Ford Fiesta Mk7 Trend Pantherschwarz.JPG

Ford Fiesta ’09 Fünftürer (seit 2008)

Produktionszeitraum: seit 2008
Motoren: Ottomotoren:
1,25–1,6 Liter
(44–88 kW)
Dieselmotoren:
1,6 Liter
(55–66 kW)
Länge: 3950–3958 mm
Breite: 1722 mm
Höhe: 1481 mm
Radstand: 2489 mm
Leergewicht: 1036–1119 kg
Sonstige Messwerte
CO2-Emission: 98–154 g/km
Kraftstoffverbrauch kombiniert (EG-Norm): 3,7–6,5 l/100 km
Sterne im Euro NCAP-Crashtest[3] Crashtest-Stern 5.svg

Am 14. August 2008 hat bei den Ford-Werken in Köln-Niehl die Serienproduktion der neuesten Modellgeneration des Ford Fiesta begonnen. Verkaufsstart der drei- und fünftürigen Version war im Oktober 2008. Einen Vorgeschmack auf das neue Modell gab bereits die Design-Studie „Verve“, die 2007 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vorgestellt wurde. Im März 2008 wurde auf dem Genfer Auto-Salon das Serienmodell vorgestellt. Alle Fiesta haben eine elektrische Servolenkung (EPAS), Antiblockiersystem, innenbelüftete Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten, ESP mit Bremsassistent, vier Airbags, Knieairbag für den Fahrer, elektrisch verstellbare Spiegel mit integrierten Blinkleuchten, eine in Höhe und Reichweite einstellbare Lenksäule, Pollenfilter, Drehzahlmesser, eine 40/60 geteilte Rücksitzlehne und Zentralverriegelung (ab Trend mit Funkbedienung). Alle Modelle können gegen Aufpreis mit zusätzlichen Kopf-Schulter-Airbags ausgestattet werden.

Zur Markteinführung gab es vier Benzin-Motoren mit 44 bis 88 kW sowie einen Dieselmotor mit 66 kW, die alle die Euro-4-Norm erfüllen. Das automatisierte Fünf-Gang-Schaltgetriebe Durashift-EST des Vorgängermodells ist nicht mehr im Programm; eine Vier-Gang-Automatik ist nur mit dem 71-kW-Benzinmotor erhältlich. Seit Januar 2009 ist zusätzlich ein 55-kW-Dieselmotor lieferbar; beide Common-Rail-Dieselmotoren haben Turbolader und Partikelfilter (DPF). Ab 2010 soll der Fiesta erstmals in Nordamerika verkauft werden, da dort aufgrund der gestiegenen Ölpreise Kleinwagen deutlich an Popularität gewonnen haben. Gefertigt werden soll der Fiesta in Cuautitlán in der Nähe von Mexiko-Stadt.

Bei der Wahl zum Auto des Jahres 2009 erreichte der Fiesta Platz 2 und wurde nur um einen einzigen Punkt vom Opel Insignia geschlagen.[4] Es war das knappste Ergebnis in der Geschichte dieser Auszeichnung.

2009 wurden nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes in Deutschland 102.571 Ford Fiesta neu zugelassen.

Ab dem Modelljahr 2010 erfüllen die beiden 1,25-l-Benzinmotoren die Euro-5-Norm.

Fiesta ECOnetic [Bearbeiten]

Der Fiesta ECOnetic mit der Ausstattung Trend und einem optimierten 66-kW-Dieselmotor ist seit Januar 2009 im Angebot. Zur Verbesserung der Aerodynamik hat der Wagen ein zehn Millimeter tiefergelegtes Sportfahrwerk und Leichtlaufreifen. Der ECOnetic mit den schmaleren 175/65-R-14-Rädern kostet 250 Euro mehr als der sonst identische Trend (mit 195/50-R-15-Rädern). In Verbindung mit der geänderten Achsübersetzung wird bei Beachtung der Schaltempfehlungsanzeige ein kombinierter Verbrauch von 3,7 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer (entspricht einem CO2-Ausstoß von 98 Gramm pro Kilometer) erzielt.

Fiesta LPG [Bearbeiten]

Der Fiesta LPG (Liquefied Petroleum Gas) für Flüssiggasbetrieb erweitert das Angebot mit alternativem Kraftstoff auf Basis des 1,4-L-71-kW-Motors mit Fünfganggetriebe. Das Fahrzeug ist ab Werk mit einem zusätzlichen Tank in der Reserveradmulde und einem auf LPG-Betrieb optimierten Motor ausgestattet. Die Verbrauchswerte im LPG-Betrieb liegen bei 7,2 l/100 km und erlauben eine maximale Reichweite von 450 km, was annähernd der Reichweite mit Benzin entspricht. Im gemischten Betrieb ist eine Reichweite von über 1000 km möglich. Der Verbrauch im LPG-Betrieb entspricht einem CO2-Ausstoß von 119 g/km und stellt eine Verbesserung von mehr als 10 % dar.

Fiesta ST [Bearbeiten]

Laut Zeitungsberichten wird Ford wieder ein sportliches Topmodell, den Fiesta ST, anbieten. Dieser erscheint als direkter Konkurrent zu Opel Corsa OPC, Škoda Fabia RS und VW Polo GTI. Der Fiesta ST grenzt sich optisch von den schwächeren Modellen unter anderem durch einen großen Dachspoiler, einen Diffusor am Heck und zwei Endrohre ab. Mit Hilfe eines Turboladers leistet sein 1,6-Liter-Ti-VCT „EcoBoost“- Motor 130 kW (177 PS). Dadurch soll er auch deutlich sparsamer als sein Vorgänger mit 2,0-Liter-Duratec-Motor sein.[5] Die Markteinführung war ursprünglich für Mitte 2010 vorgesehen. Bis jetzt gibt es durch die Ford-Werke AG weder zum Thema Fiesta ST überhaupt noch zur Motorisierung oder dem Termin einer Markteinführung eine offizielle Stellungnahme.

Ausstattungen [Bearbeiten]

In Deutschland angebotene Modelle:

  • Ambiente (bis 2009, Grundmodell mit Benzinmotor (44 oder 60 kW) oder Dieselmotor 55 kW, Räder 175/65 R 14)
  • Trend (wie Ambiente – zusätzlich unter anderem elektrische Fensterheber vorn, Funk-Zentralverriegelung, höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische beheizbare Spiegel, Räder 195/50 R 15. Erweitertes Motorenangebot mit Benzinmotor 71 kW (auch mit Vier-Gang-Automatik) sowie Dieselmotor 66 kW)
  • Ghia (bis 2009, wie Trend – elegant/luxuriöses Design, zusätzlich unter anderem Bordcomputer, Klimaanlage, Lederlenkrad, Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze, Acht-Speichen-Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer. Auch mit Benzinmotor 88 kW)
  • Titanium (wie Ghia – sportlich/luxuriöses Design unter anderem mit Vier-Speichen-Leichtmetallrädern)
  • Sport (seit März 2009, vorerst auf 500 Fahrzeuge limitiert, in Großbritannien als Zetec S erhältlich)

Zusätzlich sind geplant:

  • Stufenheck (vier Türen), für Asien/Osteuropa und Amerika;
  • Kombi (fünf Türen) (bei Ford traditionell Turnier genannt), Start soll 2010 erfolgen;
  • Minivan (fünf Türen), „B-Max“, Nachfolger des Ford Fusion;
  • Coupé (zwei Türen), Nachfolger des Ford Puma;
  • Coupé-Cabriolet (zwei Türen), Produktion bei Pininfarina in Turin (Italien).